Deutsche Bank und Zurich Gruppe gründen Joint Venture "Deutscher Pensionsfonds AG"

19. März 2003

Anlagemanagement mit innovativem Life Cycle Modell

Der Deutsche Herold, ein Unternehmen der Zurich Gruppe, und die Deutsche Bank haben sich zusammen gefunden, um mit der neu gegründeten Aktiengesellschaft "Deutscher Pensionsfonds" den fünften Durchführungsweg in der betrieblichen Altersversorgung anzubieten. Dieser Durchführungsweg wurde durch das Rentenreform-Gesetz neu geschaffen. Gesellschafter des Joint Venture sind der Zurich Deutscher Herold Lebensversicherung AG (74,9 %) und die DWS Holding & Service GmbH (25,1 %), in der die zur Deutschen Bank Gruppe gehörende DWS Investment ihr europaweites Fondsgeschäft gebündelt hat.

 

Mit der Kombination aus globaler Vermögensverwaltung und ausgezeichnetem Know-how im Lebensversicherungssektor wird die Partnerschaft zwischen Bank und Versicherung auch auf diesem Felde intensiv fortgesetzt. Dr. Michael Renz, Vorstand der Deutscher Pensionsfonds AG: "Die beiden Gesellschaften versprechen sich von der Zusammenarbeit sowohl eine erfolgreiche Arbeitsteilung zwischen Vermögensverwaltung und Versicherungsmanagement als auch Synergien im Vertriebsbereich und dem Kundenservice".

 

In der Vermögensverwaltung bietet der Pensionsfonds seinen Kunden ein neu entwickeltes Produktkonzept, das bisher für Pensionsfonds in Deutschland noch nicht verbreitet ist. Das Konzept wird einerseits die gesetzlich geforderte Beitragsgarantie sicherstellen; dazu wird ein Teil der Anlagegelder in entsprechend kursstabilen und zinstragenden Werten investiert. Mit dem anderen Teil werden die Renditechancen der Kapitalmärkte für den Aufbau einer renditestarken Altersvorsorge genutzt. Für diese Renditekomponente wurde mit der Deutschen Asset Management ein erfahrener und renommierter Asset Manager gewählt: "Wir haben als Ergänzung zur individuellen Fondsanlage ein neues Produktkonzept entwickelt, das speziell auf die Bedürfnisse des Deutschen Pensionsfonds zugeschnitten ist", erläutert Dr. Klaus Mössle, Geschäftsführer der Deutschen Asset Management. Das Altersvorsorgekapital wird hier anhand eines so genannten Life-Cycle-Modells aufgebaut, das heißt: Während der Ansparphase wird das Verhältnis von sicherheits- und renditeorientierter Anlage altersabhängig so gestaltet, dass jüngere Kunden höhere Anteile von kursbeweglichen und längerfristig chancenträchtigeren Investments erhalten, während bei älteren Kunden kursstabilere Investments überwiegen. Damit werden sich je nach individuellem Vorsorgeprofil langfristig optimale Renditen erzielen lassen. Für den Aufbau des Altersvermögens in der Renditekomponente stehen die Fonds der DWS und die Immobilienfonds der DB Real Estate zur Verfügung.

 

Verhandlungen mit Unternehmen und Verbänden werden derzeit aufgenommen. Da auf Dauer keine Alternative zum Ausbau einer breiten kapitalgedeckten Altersvorsorge besteht, wird das Schwergewicht nach der Erfahrung in anderen Ländern auf der betrieblichen Vorsorge liegen. Insofern besteht mittel- bis langfristig großes Potenzial. "Vertriebsabschlüsse, so Dr. Renz, "sind in absehbarer Zeit zu erwarten". Dr. Mössle ergänzt: "Neben der Entgeltumwandlung bietet der Pensionsfonds einen neuen Weg zur Ausfinanzierung von Pensionsrückstellungen. Wir stehen zu beiden Themen mit großen Unternehmen, aber auch mit vielen mittelständischen Unternehmen und Verbänden in aussichtsreichen Gesprächen".

 

Der Deutsche Pensionsfonds ermöglicht Arbeitnehmern und Arbeitgebern, die Vorteile dieses neuen Instruments der betrieblichen Altersversorgung zu nutzen. Sie sind prinzipiell allen Unternehmen zugänglich, da der Fonds branchen-unabhängig und branchen-übergreifend angeboten wird.

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